Rolf G. Olschewsky und sein "Korrektiv", Ehefrau Katharina.  Foto: lub

Rolf G. Olschewsky und sein "Korrektiv", Ehefrau Katharina. Foto: lub

 
Durch Zufall ist Rolf G. Olschewsky zum Opal-Experten geworden. In Schleswig-Holstein ist der Mann aus Brisbane am liebsten.

Alvesloe/Kiel. "Aussteiger" nennt er sich schmunzelnd, wohl wissend, dass er vor mehr als 30 Jahren zwar einen Schlussstrich unter sein erstes, sein deutsches Leben als Raumausstatter gezogen hat, bald darauf aber den Einstieg in die faszinierende australische Welt der Opale fand. Per Zufall ist Rolf G. Olschewsky zum Minenbesitzer, Schleifer, Exporteur, kurzum zum Opal-Experten geworden. Deutschland besucht er regelmäßig, seine Frau Katharina an seiner Seite und einen Koffer voller Opale im Gepäck. Einen Stamm von rund 500 Kunden hat er sich hier aufgebaut. In Schleswig-Holstein ist der Mann aus Brisbane allerdings am liebsten. In drei Ausstellungen zeigt er hier seine schillernden Steine in diesem Jahr.

Es ähnelt der Geschichte vom Tellerwäscher: Ein Raumausstatter, der, gebeutelt von der schlechten Zahlungsmoral seiner Kunden, das Geschäft aufgibt und mit Frau und Kindern und 45 000 Mark einen Neuanfang in Australien wagt - wieder als Raumausstatter, das ist der Plan. Er weiß noch nicht, dass 95 Prozent aller weltweit gehandelten Edelopale aus Down Under stammen, als er ganz banal beim Einkaufen eines Tages auf einen Goldschmied und Opalschleifer trifft. Der lädt ihn ein in seine Werkstatt, zeigt ihm seine Arbeiten. "Ich war überwältigt", sagt Olschewsky schlicht. Und dann sattelte er nicht einfach um, sondern ließ sich systematisch zum Edelsteinfachmann ausbilden. Im 1000 Kilometer entfernten Yowah im Südwesten Queenslands erwirbt er seine erste Opalmine, eine zweite folgt.

Inzwischen 72 Jahre alt, zieht er sich aus dem "Miner"-Leben zurück. "Ich habe so viel Material, so alt kann ich gar nicht werden, um das alles zu schleifen", sagt er und ist schon mittendrin in dem, was ihn von Anfang an verzaubert hat: das Feuer des Opals, den die Ureinwohner Australiens den "Stein der Tausend Lichter" nennen.

Hat Olschewsky einen Stein in der Hand, grübelt er oftmals tagelang darüber nach, wie er das Beste aus ihm herausschleifen kann - eine Arbeit, die er "gefährlich" nennt, denn schnell gerate man in Gefahr, zu weit zu gehen, das Beste zu zerstören. Auch ihm sei das schon passiert, sagt er und weiß: Allzu oft war das nicht. Auch deshalb nicht, weil er im Zweifel seine Frau um Rat fragt. "Sie ist mein Korrektiv", sagt er.

In Schleswig-Holstein sind Olschewskys Opale in drei Ausstellungen zu sehen: von 20. bis 22. August im Atelier für Schmuck, Bismarckstraße 8 in Schleswig; am 4. Oktober in der Goldschmiede Meyn, Bahnhofstraße 16 in Alveslohe (Kreis Stormarn); vom 6. bis 8. Oktober im Goldschmiedepunkt an der Holtenauer Straße 59a in Kiel. 

Quelle: http://www.shz.de/nachrichten/schleswig-holstein/panorama/artikeldetail/artikel/mit-einem-koffer-voller-kostbarkeiten-nach-schleswig-holstein.html

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